Tipps zum Anfertigen von Protokollen, Referaten und Hausarbeiten

Bernd Kortmann -  Englisches Seminar der Universität Freiburg

 

  1. Die drei Texttypen im Vergleich

Protokoll: (i) Ergebnisprotokoll (=Normalfall): stichwortartige Zusammenfassung der wesentlichen Themen und Ergebnisse der jeweiligen Sitzung; (ii) Verlaufsprotokoll: gibt die zentralen Themen sowie den Verlauf der Diskussion der jeweiligen Sitzung wieder; Umfang: max. 2 Seiten; zur formalen Gestaltung siehe Style sheet (Linguistics).

Referat: hat die didaktische (!) Aufgabe, den Zuhörer (d.h. in erster Linie den KommilitonInnen, nicht der Dozentin bzw. de, Dozenten) einen bestimmten Text oder, basierend auf der Lektüre, mehrere Texte, ein bestimmtes Thema mit dem Ziel vorzutragen, dass darauf aufbauend eine sachgerechte Diskussion geführt werden kann. Der mündliche Vortrag sollte möglichst nicht oder zumindest nicht nur aus dem Ablesen eines geschriebenen Textes bestehen und in jedem Fall von einem Handout (Thesenpapier) begleitet werden. Durchschnittliche Länge: bei Kurzreferaten 10-15 Minuten, sonst 30-40 Minuten.

Hausarbeit: soll den Nachweis der Befähigung zu wissenschaftlichem Arbeiten liefern, indem ein bestimmtes Thema anhand einer repräsentativen Auswahl von Sekundärliteratur und, soweit es das Thema erfordert bzw. Zulässt, anhand von eigenen Analysen umfassend aus einen vorher definierten Blickwinkel diskutiert wird. Durchschnittliche Länge: Proseminar: 12-15 Seiten (3,000-4,000 Wörter), Hauptseminar: 20-25 Seiten (5,000-6,000 Wörter).

  1. Merkpunkte zu Referaten
  1. Merkpunkte zu Hausarbeiten
    1. Anforderungen

 

    1. Aufbau

Aufbau: Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Hauptteil, Schluss/Zusammenfassung/Ausblick, Literaturverzeichnis, Anmerkungen (falls keine Fußnoten).

3.3 Textzitate und Anmerkungen

Textzitate sollten nur dann verwendet werden, wenn sie eine fremde Meinung prägnant wiedergeben.

In Anmerkungen bzw. Fußnoten gehören:

Ergänzungen, wie z.B. Hinweise auf weiterführende Literatur oder kontroverse Positionen in der Sekundärliteratur

Tip: Textzitate und besonders Anmerkungen sollten nur sehr sparsam eingesetzt werden. Alles, was länger als 4-5 Zeilen ist, gehört nicht mehr in die Anmerkungen. Für weitere Informationen siehe Style sheet (Linguistics).

  1. Arbeitsschritte

Grundinformation, Überblick verschaffen (-> !!! Gespräch mit DozentIn):

  1. Fragen an die zugrundegelegte Lektüre

Um welchen Untersuchungsgegenstand geht es?

Unter welcher Perspektive wird er behandelt?

Nach welcher Methode geht die Autorin / der Autor vor?

Welche Struktur hat der Text?

Welches sind die zentralen Ergebnisse, bzw. Thesen?

Welche Konsequenzen/Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema?

 

GENERELL GILT: SUCHEN SIE DAS GESPRÄCH MIT IHRER BETREUERIN BZW. IHREM BETREUER, WANN IMMER PROBLEME AUFTAUCHEN !!!

 


! Webmaster des Englischen Seminars, 20. Oktober 1997 | Homepage des Englischen Seminars

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